Stefan Grob

Stefan Grob führt heute in dritter Generation den Betrieb in Schlattingen. Der Gemüsebauer, welcher 2015 die Pacht übernahm, sucht kontinuerlich nach neuen Lösungen um seinen Betrieb noch energieeffizienter und nachhaltiger zu machen – zum Beispiel alternative Energiequellen oder innovative Anbaumethoden. Durch kurze Transport- Verkaufswege, Freilandgemüsebau und regelmässige Qualitätskontrollen garaniert er Gemüse von bester Qualität.

www.grob-gemuese.ch

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Ein Loblied auf den Kabis

So en Chabis? Hiess es früher immer. Der Kabis musste für alles, was irgendwie unglaubwürdig klang und nicht vertrauenswürdig war, hinhalten. Immer negativ behaftet. Doch nun hier ein einziges Loblied auf den Kohl, der auf Schweizerdeutsch einfach Chabis heisst. Diesen Standpunkt vertritt auch Stefan Grob, Gemüsebauer in der dritten Generation.

Kabis sei für ihn eine Herzensangelegenheit, nicht nur weil dieser gesund und reich an Vitamin C, Kalium, Kalzium ist, sondern weil der Kabis auf seinem Hof in Schlattingen (TG) zum Freilandgemüse gehört. «Freiland heisst saisonal», erklärt Grob, und das macht das Kohlgemüse, das zu der Gattung der Kreuzblütler gehört, für Grob so wertvoll. Für eine bunte Gemüseauswahl sorgen die Gewächshäuser das ganze Jahr hindurch, doch Kabis vom Freiland ist zeitlich begrenzt, und die Ernte ist immer auch den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. « Dieses Jahr hatten wir aufgrund des Hagels einige Ernteausfälle zu beklagen », sagt Grob, der zur Ernte- und Spitzenzeiten bis zu 170 Personen auf dem Hof mit rund 60 Hektaren beschäftigt.

Doch Grösse schliesst Regionalität nicht aus. Energie aus eigener und ökologischer Produktion, kurze Lieferwege, langjährige Abnehmer und immer frisches Gemüse. Ein zentraler Aspekt in der Arbeit von Stefan Grob. «Unser Kabis kommt praktisch vom Feld direkt auf den Teller», sagt Grob. Kabis ist besonders im Winter nicht aus der Schweizer Küche wegzudenken. Der weisse lässt sich auf verschiedene Arten geniessen: roh, gedämpft, gewickelt oder als Sauerkraut, während der rote Kabis sehr gut zu Wild und Fleischgerichten passt. Wenn er dann noch vom Hof der Familie Grob kommt, sind die Genussmomente noch intensiver. Und das isch kei Chabis!