Marco Stricker

Es ist ein Genuss, Andreas Feiler zuzuhören, wie er auf dem Rundgang im neuen Gewächshaus in Ellikon an der Thur über Tomaten spricht. Er erzählt, woher die Tomate ursprünglich stammte, wie sie von den peruanischen Anden nach Europa gelangte, und warum es wohl die Italiener und Spanier waren, die sie trotz anfänglich grosser Skepsis als erste gegessen haben.

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Der Tomatenkenner

Ohne Zweifel: Andreas Feiler, Leiter Verkauf Tomaten bei der Purnatur AG, ist ein Kenner. An diesem Tag präsentiert er den neuesten Stolz des Unternehmens. «Das Glashaus mit über 45000 Quadratmetern, konnte im Mai 2017 erstmalig bepflanzt werden, dies ermöglicht eine grosse Versorgungssicherheit in der Region», betont der gelernte Gemüsehändler. «Unser Gewächshaus mit seinen hochstehenden Gläsern erlaubt mehr Lichteintritt für die Tomatenstöcke. So können die Jungpflanzen in rund zehn Wochen geschmackvolle Tomaten entwickeln.»

Auch Marco Stricker ist ein Kenner, wenn er erwähnt, dass die Tomaten in der Schweizer Beliebtheitsskala mit dem Rüebli alle Jahre ein Kopf-an-Kopf-Rennen führen würden. Als Betriebsleiter Tomaten kümmert er sich unter anderem um die Ernte. Vom Mai bis Oktober ernten bis zu 55 Mitarbeitenden sieben Tomatensorten, darunter die beliebten Rispen-, Dattel oder Cherrytomaten. Viel Handarbeit sei nötig, damit das Unternehmen ein hochwertiges, frisches und gesundes Produkt für die gesamte Region anbieten könne. Und im Gewächshaus unterstützen auch natürliche Helfer das Wachstum. «Nützlinge schützen vor Schädlingen, und bei der Bestäubung der Blüten setzen wir Hummeln ein», betont Stricker. Und zum Schluss hat der Tomatenkenner noch folgenden Tipp parat: «Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank.» Ansonsten gehe der gute Geschmack verloren.