Karin und Stefan Niederhauser

Wenn Karin und Stefan Niederhauser die ersten Erdbeeren vom eigenen Hof, der «Chueweid», kosten, dann ist der Winter für die vierköpfige Familie definitiv passé. Das kalte und nasse Wetter hätte sich dieses Jahr weit in den Frühling hineingezogen, sagen Karin und Stefan Niederhauser. Nun sind «wir aus dem Winterschlaf erwacht», ergänzen sie mit einem Schmunzeln im Gesicht.

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Erdbeerzeit – Sommerzeit

Trotz des langen Winters konnten die rund 1.5 Hektaren, auf denen Erdbeeren wachsen, rechtzeitig bestellt, die Stauden geputzt und vom alten Laub befreit werden, damit Anfang Mai alles bereit ist für die ersten Auslieferungen. Die Bewirtschaftung der Erdbeeren ist mit grossen Risiken und einem hohen personellen Aufwand verbunden.
«Es muss viel Hand angelegt werden», erklärt Karin. «Und die weiche Konsistenz der Erdbeere macht sie anfällig», betont Stefan. Auch müssen die Niederhausers ihre Erdbeerkulturen teilweise mit Netzen und Folien vor dem Wetter schützen. Wer mag sie nicht, diese kalorienarme Frucht, die erst noch eine regelrechte Vitamin-Bombe ist. Die Saison dauert vom Mai bis in den Oktober hinein. Dann ist einiges los auf dem Hof. «Die Erdbeere wird dann samt ihrer grünen Kelchblätter und einem Stück Stiel gepflückt, und wandert direkt ins Kartonkörbchen. Um das Auslaufen von Saft zu verhindern und um Druckstellen zu vermeiden, fassen die geübten Hände die Erdbeere nur mit Daumen und Zeigefinger am Stiel an», erklärt Stefan den aufwendigen Arbeitsschritt auf dem Feld. Schweizer Erdbeeren liegen im Trend. «Sie sind besonders
beliebt, sagt das Ehepaar. Und für beide hat die einheimische Frucht einige entscheidende Vorteile. «Sie ist schön in der Farbe, aromatisch im Geschmack», und durch die kurzen Anfahrtswege, «steht die Beere, wenn sie am Vormittag gepflückt wird bereits am Nachmittag auf dem Ladentisch», erklärt Stefan. Sommerzeit ist Erdbeerzeit! Dann kommen nicht nur bei den Niederhausers jeden zweiten Tag Erdbeeren auf den Tisch, sondern das süsse Früchtchen erwärmt das Herz vieler anderen Kindern und Familien.